Große, straffe und vor allem optisch junge Brüste sind der Traum jedes Mannes und oft träumen auch viele Frauen von diesem Schönheitsideal. Frauen, die allerdings durch schlechtes Bindegewebe oder erblich bedingt kleine oder hängenden Brüste haben, leiden zum Teil enorm unter diesem Mangel. Oft verändern sich Brüste, beispielsweise nach einer Schwangerschaft und der folgenden Stillzeit. Nach dieser Phase können Brüste erschlaffen, dies bezeichnet man auch als Hängebrust. Mit zunehmendem Alter verlieren Brüste generell an Spannkraft, Elastizität und Fülle.

Die Brüste erschlaffen im Zuge einer Schwangerschaft und Stillzeit sehr häufig.

Was genau passiert bei einer Bruststraffung (Mastopexie)?

Generell findet eine Bruststraffung im Krankenhaus während eines stationären Aufenthalts statt. Der Eingriff wird unter Vollnarkose durchgeführt und dauert in der Regel zwei bis drei Stunden. Heute gibt es über 20 Schnitttechniken, um Bruststraffungen durchzuführen. Viele davon finden auch bei einer Vergrößerung oder Verkleinerung Anwendung.

Welche Schnitttechnik letztendlich zum Einsatz kommt, hängt von mehreren Faktoren ab

In erster Linie sollte das gewünschte Ergebnis der Patientin erreicht werden, daher sollte dieser Faktor die Entscheidung beeinflussen. Allerdings müssen Arzt und Patient dabei die körperlichen Gegebenheiten berücksichtigen. Dazu zählen die Ausgangsgröße der Brüste, die Beschaffenheit des Bindegewebes und die Position der Brustwarzen. Diese Eigenschaften werden im Voraus in mehreren Voruntersuchungen analysiert und an die OP-Methoden angepasst. Eine Bruststraffung kann durch eine Verkleinerung oder durch den Einsatz von Implantaten durchgeführt werden.

Behandlungsmethoden bei einer Bruststraffung

Die periareoläre Straffung gilt als die narbenärmste Straffungsmethode. Bei dieser Methode wird ringförmig um die Brustwarzen herum ein runder Hautstreifen entfernt. Die verbleibende Haut wird unter der obersten Hautschicht wieder an die Brustwarzen angenäht. Die Narbe befindet sich am äußersten Rand der Brustwarzenvorhöfe und ist damit kaum sichtbar. Diese Methode eignet sich besonders für mittelgroße Brüste, die nur geringe gestrafft werden müssen.

Bei der T-Schnitt Methode hingegen setzt der Arzt den Schnitt rund um den Warzenvorhof an, von dessen Unterseite gerade nach unten bis hin zur Brustfalte. Ausgehend von der Brustfalte werden nach rechts und links weitere Schnitte gesetzt. Der Name der Schnitttechnik ist selbst erklärend, da sie ein auf dem Kopf liegendes T bildet. Ähnlich wird beim L-Schnitt vorgegangen, mit dem Unterschied, dass der Arzt den Schnitt nach außen hin verlängert. Der I-Schnitt verläuft senkrecht unter der Brust in die Haut und wird mit einer Spezialnaht gerafft.

Generell werden bei einer Bruststraffung überschüssige Hautpartien abgetragen. Oft werden im gleichen Zug auch die Positionen der Brustwarzen angepasst und erhöht. Nach dem Abtrennen der überschüssigen Haut werde Drainagen eingesetzt, damit auslaufendes Blut und Sekret abfließen können. Nach dem Eingriff muss die Patientin in den ersten drei Wochen noch ein Stütz-Büstenhalter tragen. Dieser wird bei Tag und Nacht getragen. Nach der Phase sollte der Stütz-BH noch weitere drei Wochen zumindest tagsüber getragen werden.

Mögliche Risiken bei einer Bruststraffung

Wie bei jedem Eingriff unter Vollnarkose können Komplikationen auftreten. Ein geübter Arzt mit langjähriger Erfahrung werden diese Risiken auf ein Minimum sinken. Sollte es dennoch zu einem Problem kommen, treten in diesem Fall erfahrungsgemäß folgende Komplikationen auf:

  • Blutungen
  • Wundheilungsstörungen
  • Infektionen
  • Thrombosen, Embolien und Absterben von Gewebe sind in diesem Bereich sehr selten

In den ersten Wochen nach der Operation sind die Nervenbahnen in den Brüsten und um die Warzen sehr unempfindlich, was daran liegt, dass diese während der OP durchtrennt werden. Das Gefühl kommt in den Folgewochen wieder zurück. Natürlich schmerzen die Brüste nach der OP auch eine gewisse Zeit, bis der Heilprozess soweit abgeschlossen ist.