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Fadenlifting ist eine neuere Methode zur Hautstraffung, die gerade im Gesichtsbereich zum Einsatz kommt und zu den minimal-invasiven Eingriffen wie Botox oder Filler zählt, die die klassischen Liftings mit dem Skalpell immer häufiger ablösen.

Das Fadenlifting stammt aus den USA und soll ganz ohne OP durchaus positive Ergebnisse liefern. Vorteil der Methode ist, dass der Eingriff schnell erledigt ist und man genauso schnell wieder zur Arbeit gehen kann. Der Eingriff ist nach zehn bis dreißig Minuten vorüber, abhängig davon wie viele Fäden eingesetzt werden. Dabei ist eine örtliche Betäubung notwendig, da der Faden durch die Haut gezogen werden muss und der Vorgang ohne Betäubung schmerzhaft verlaufen kann.

Ein Fadenlifting bietet sich in den folgenden Bereichen an:

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  • Hängebäckchen
  • Augenfältchen
  • Halsfalten
  • Oberlippenfältchen
  • Dekolleté
  • Erschlaffung der Kinn-/ Wangenkontur

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Am ehesten profitieren Frauen im Alter zwischen 40 und 60 von dieser Methode, da die Haut noch nicht zu sehr erschlafft sein sollte. Die besten Resultate werden in den Bereichen Hängebäckchen und Konturverbesserung erzielt.

Behandlungsmethoden bei einem Fadenlifting

Und so funktioniert der Eingriff: In das zu straffende Gewebe wird in das Fettgewebe mit einer Nadel ein spezieller chirurgischer Faden eingebracht. Am Ende des Fadens befindet sich ein kleiner Widerhaken oder ein Kegel auch „Happy Lift“ genannt. Dieser Widerhaken zieht die Haut zusammen, da er festsitzt und gespannt wird. Im gleichen Zug kommt es zu einer sogenannten Fibrose. Dabei handelt es sich um eine Vernarbung um das Bindegewebe herum, die wesentlicher straffer als das Bindegewebe selbst ist. Die Methode ist im Grunde also ein Zusammenspiel aus Lifting und der anschließenden Kollagenneubildung. Besonders interessant an der Methode ist, dass die eingesetzten Fäden aus Polymilchsäure hergestellt werden, weshalb sich diese nach 10 bis 15 Monaten von alleine auflösen. Der Fibroseeffekt bleibt dabei allerdings erhalten. Abhängig von Ort und Anzahl der Fäden hält der Effekt zwischen zwei und drei Jahren an. Im Vergleich zu Botox liegt der große Vorteil in der Dauer des Effekts. Botoxspritzen müssen regelmäßig verabreicht werden, um den Straffungseffekt aufrecht zu erhalten.

Mögliche Risiken bei einem Fadenlifting

Das bisher einzige aufgetretene Risiko nach dem Eingriff ist eine Infektion der Fäden. Daher ist eine saubere und vor allem sterile Arbeitsweise sehr wichtig. Andernfalls müssten die Fäden wieder entfernt werden, was wesentlich umständlich ist als das Einsetzen der Fäden. In sehr seltenen Fällen kann auch eine Unverträglichkeit der Fäden auftreten, auch hier müssen diese nach dem Eingriff entfernt werden. Es sollte selbst erklärend sein, dass direkt nach dem Eingriff ein Spannungsgefühl sowie Schwellungen oder blaue Flecke auftreten können. Diese verschwinden nach ein paar Tagen wieder.

Neben gesundheitlichen Risiken gibt es noch das Risiko der Asymmetrie. Je nachdem wie viele Fäden eingesetzt werden und in welchen Bereichen, kann es durch Bewegungen der Gesichtsmuskeln zu asymmetrischen Veränderungen kommen. Diese sind zwar unschön, können aber behoben werden. Ebenfalls wichtig ist die Tiefe des Einsatzes der Fäden. Werden diese zu weit an die oberen Hautschichten eingesetzt, können sich diese abzeichnen. Entweder lässt man die Fäden dann wieder entfernen oder übt sich solange in Geduld, bis die Fäden sich von alleine auflösen.