Unter Hautveränderungen fallen alle Abweichungen der Normalität, die beispielsweise zu Rötungen oder Entzündungen führen. Die menschliche Haut ist das größte Organ des Körpers und dient als Schutzschild vor schädlichen Umwelteinflüssen. Dabei übernimmt sie wichtige Aufgaben wie Stoffwechselprozesse, Abwehr von Bakterien und Viren und die Temperaturregelung. Auf Basis der beschriebenen Aufgaben der Haut lassen sich auch leicht Probleme ableiten.

Je nach der Stärke der Belastung kann es zu Entzündungen und Veränderungen der Haut kommen. Dabei verändern diese Abweichungen die Dicke der Haut, die Farbe und die Oberfläche. Im Bereich der Farbveränderungen kann es zu Rötungen, blassen oder offenen Stellen kommen. Eine Veränderung der Oberfläche wird zum Beispiel durch Blasen, Schuppen oder Knoten hervorgerufen.

Dabei darf man nicht vergessen, dass eine Veränderung der Haut immer auch ein Schutzmechanismus ist. Eine Reaktion auf diese Abweichungen ist daher unerlässlich und abhängig vom Grad der Schwere. Natürlich verändert sich die Haut im Laufe des Lebens und wird weicher und schwammiger, eine Entzündung sollte aber unbedingt behandelt werden.

Hautrötungen und Entzündungen

Hautrötungen, besonders im Gesichtsbereich, können durch zu häufigen Alkoholkonsum hervorgerufen werden, da Alkohol die Ausweitung der Blutgefäße fördert. Je länger der Missbrauch anhält desto größer die Wahrscheinlichkeit, dass diese Veränderungen einen bleibenden Schaden hinterlassen.

Auch Entzündungen der Haut führen zu einer verstärkten Durchblutung. Dazu zählen beispielsweise bakterielle Infektionen, Wundrosen und Entzündungen der oberflächlichen Venen.

Eine sinnvolle Behandlungsmöglichkeit ist in erster Linie das Einschränken des Alkoholkonsums. Bei bakteriellen Infektionen und Entzündungen sollte ein Arzt aufgesucht werden. Dieser kann schmerzlindernde Salben oder Antibiotika verschreiben, um die Vorgänge im Körper wieder zu regulieren und den Normalzustand wiederherzustellen.

Verfärbungen der Haut

Eine bläuliche Verfärbung der Haut tritt bei Herz-Kreislauf-Problemen und Lungenerkrankungen auf und ist ein Hinweis auf eine mangelnde Sauerstoffsättigung durch den Blutfarbstoffs Hämoglobin.

Eine Gelbfärbung der Haut bezeichnet man auch als Gelbsucht. Sie ist ein Zeichen für eine akute Leberentzündung und muss umgehend behandelt werden.

Die Ursachen für eine Gelbsucht können in einer Erkrankung der Leber, des Blutes oder der Galle begründet liegen. Abhängig davon ist auch die richtige Behandlung. Bei einer Erkrankung der Gallenblase, muss diese operativ entfernt werden.

Chronische Hautkrankheiten

Chronische Hautkrankheiten verändern generell die Dicke, Oberfläche und Farbe der Haut. Dazu zählen Neurodermitis, Akne und die Schuppenflechte. Bei einer atopischen Neurodermitis trocknet die Haut aus, juckt sehr stark und weist flächenhafte Verdickungen auf. Akne tritt meistens lediglich im Gesicht und der Halspartie auf und ist ein Resultat entzündeter Talgdrüsen. Dadurch formen sich schmerzhafte Pickel, die stark gerötet sind und jucken.

Die Behandlungsmöglichkeiten von chronischen Krankheiten gestalten sich schwerer als man denken möchte. Da sie chronischer Natur sind, zeichnen sich die Krankheiten durch eine gewisse Hartnäckigkeit aus. Sie können primär eher eingedämmt als geheilt werden. So wird den Patienten zumindest Linderung durch Cremes und Anti-Allergietabletten versprochen.

Hauttumore und Krebs

Zu lange Sonnenbäder, ohne ausreichenden UV-Schutz, können die Entstehung von schwarzem und weißem Hautkrebs begünstigen.

Laut Studien des Bundesamtes für Gesundheit soll bis zum Jahr 2050 die Zahl der Patienten die unter Hautkrebs erkrankt sind, auf bis zu 30 % ansteigen. Man unterscheidet hierbei zwischen dem schwarzen und weißen Hautkrebs. Letzterer tritt meist im Gesichts-, Hals- und Brustbereich auf. Zu Beginn eher unscheinbar, sieht er aus wie ein kleines Muttermal, das häufig juckt und schnell blutet. Der schwarze Hautkrebs, das maligne Melanom, ist hier schon leichter zu identifizieren. Er sieht ebenfalls wie ein verrissenes Muttermal aus, ist häufig blutunterlaufen und eher schwarz. Er streut innerhalb weniger Wochen und endet meist tödlich. Je nach Art des Tumors wölbt sich die Haut extrem auf und wirft Blasen oder Wülste auf. Eine gutartige Form des Tumors, die auf der Haut schnell erkennbar ist, ist ein Fibrom. Diese können operativ in einem stationären Aufenthalt oder unter örtlicher Betäubung entfernt werden, je nach Schwere der Auswölbung.

Mögliche Risiken bei der Behandlung einer schädlichen Hautveränderung

Natürlich gibt es auch hier mögliche Risiken und Nebenwirkungen, je nach Art der Hautveränderung. Die rein optischen Hautveränderungen wie Muttermale oder Geschwüre können operativ entfernt werden. Hier gilt lediglich die Gefahr einer Entzündung oder Infektion. Eine sterile und saubere Umgebung ist daher ein Faktor auf den man achten sollte.

Bei der Bekämpfung von chronischen Krankheiten, die nicht operativ entfernt werden können, gibt es derlei Risiken nicht.

Im Fall von einem Karzinom wird meist eine Chemotherapie angesetzt. Betrachtet man die wissenschaftlichen Ergebnisse der Studien zu diesem Thema, wird schnell klar, dass eine Chemotherapie den Körper in einem enormen Ausmaß schwächt und keine hundertprozentige Heilung verspricht. Sie zielt in erster Linie auf die Vernichtung der kranken Zellen ab, schwächt dabei aber auch den Körper und die eignen gesunden Zellen. Eine Behandlung erfordert daher viel Kraft und sollte durch unterstützende Therapien wie eine gesunde Ernährung und Massagen ergänzt werden.