Die Form, Farbe und Größe des weiblichen Intimbereiches sind bei jeder Frau individuell ausgeprägt. Dies ist ganz natürlich. Manchmal empfinden Frauen aber ihr Geschlechtsorgan als unästhetisch oder es liegt eine Form des Intimbereichs vor, die Frauen auch physisch stört und Schmerzen verursachen kann. Dies ist zum Beispiel der Fall, wenn innere Schamlippen länger gewachsen sind als die äußeren Schamlippen und sich so nicht in diesen verstecken, sondern daraus hervorragen. Dies kann aus ästhetischen Gründen nicht nur ein psychisch sehr belastendes Problem für Frauen sein, durch welches ihr Selbstbewusstsein leiden kann. So trauen sich viele Frauen nicht sexuelle Erfahrungen zu machen oder Beziehungen einzugehen, aus Angst und Scham über den eigenen Intimbereich.

Für die Frau können durch unterschiedlich große Schamlippen auch physische Beeinträchtigungen entstehen. So ist es möglich, dass die hervorragenden inneren Schamlippen den Frauen beim Sex oder Sport Schmerzen durch Reibung bereiten. Ursachen für größere innere Schamlippen sind meist genetisch bedingt. Bei vielen Frauen ist es natürlich, dass die inneren oder äußeren Schamlippen größer sind. Allerdings können auch Geburten und das Altern dazu beitragen, dass sich der Intimbereich der Frau sich verändert und so das Wohlbefinden verringern kann.

Viele Frauen wünschen sich daher einen ästhetischen Eingriff in ihrem Intimbereich, wie zum Beispiel eine Schamlippenverkleinerung. Sie scheuen sich allerdings oft davor offen über das Thema und ihre Wünsche zu sprechen oder einen Arzt um Rat zu fragen. Daher wissen viele Frauen nicht, dass es bereits mit kleinen Operationen möglich ist, den eigenen Intimbereich ästhetisch erblühen zu lassen und physischen Schmerzen entgegenzuwirken.

Frauen sind mit ihren Wünschen und Vorstellungen nicht allein. Das Interesse an chirurgischen Eingriffen im Intimbereich steigt ständig weiter an. Exakte Zahlen sind nicht bekannt, da die Operationen im Intimbereich nicht von den Krankenkassen bezahlt werden. Die DGPRÄC (Deutsche Gesellschaft der Plastischen Rekonstruktiven und Ästhetischen Chirurgie) hat allerdings Zahlen veröffentlicht, die zeigen, dass der beliebteste Eingriff im Intimbereich bei Frauen die Schamlippenverkleinerung ist. Weiterhin hat die Deutsche Gesellschaft für Intimchirurgie und Genitalästhetik im Jahr 2014 eine Umfrage zum eigenen Intimbereich an über hundert Frauen durchgeführt. Nur ca. 30 Prozent der Befragten besaßen kleinere innere Schamlippen als äußere Schamlippen. Von den Teilnehmerinnen mit den stark vergrößerten Schamlippen war ein großer Teil mit dem Aussehen des Intimbereichs unzufrieden. Über 60 Prozent der Frauen gaben sogar an ihre Vagina hässlich zu finden. Dies kann sich außerordentlich auf das Wohlbefinden im eigenen Körper auswirken. Interessant war außerdem die Tatsache, dass fast alle Frauen dem Trend folgten und ihren Intimbereich rasierten oder wachsten. Dies könnte darauf hindeuten, warum Frauen vermehrt unzufrieden mit ihrer Vagina sind. Erst durch das Enthaaren des Intimbereichs werden äußerliche Merkmale der weiblichen Genitalien richtig sichtbar und können so für ästhetisches Unbehagen sorgen.

Welche operativen Methoden gibt es?

Da jede Operation im Intimbereich individuell geplant werden muss, gibt es für jeden Fall unterschiedliche Möglichkeiten und Operationstechniken. So müssen beispielsweise nicht immer die inneren Schamlippen verkleinert werden. Auch eine Vergrößerung der äußeren Schamlippen ergibt in manchen Fällen Sinn. Im Grunde existieren drei Operationstechniken, die im Einzelfall individuell abgeändert werden können.

Bei der ersten Technik werden die inneren Schamlippen unterhalb der Klitoris verkleinert. Durch spezielle Lasertechnik ist es möglich im Intimbereich äußerst fein zu arbeiten und so das Risiko für Folgen zu minimieren. Eine zweite Möglichkeit besteht darin, die inneren Schamlippen zu verkleinern und gleichzeitig eine Straffung der Klitorisvorhaut vorzunehmen. Dies kann in Fällen empfehlenswert sein, wenn die Klitorisvorhaut diese weit überragt. Um nach einer Verkleinerung der Schamlippen ein besseres ästhetisches Ergebnis zu erzielen, kann so auch das Klitorishäutchen gestrafft werden. Bei der dritten Operationstechnik werden nicht nur die inneren Schamlippen verkleinert und das Klitorishäutchen gestrafft, sondern die Klitoris zudem verlagert. Dies kann empfehlenswert sein, wenn nach der Verkleinerung der Schamlippen und der Straffung des Häutchens die Klitoris zu stark darunter hervorragt. Für ein besseres ästhetisches Erscheinungsbild wird die Klitoris dann ein wenig verlagert.

Wie läuft der Eingriff ab? Was muss nach der Operation beachtet werden?

Eine Operation dauert im Durchschnitt ca. ein bis zwei Stunden. Eine Vollnarkose ist nicht notwendig. Es wird eine örtliche Betäubung vorgenommen und die Patientin in einen Dämmerschlaf versetzt. Somit kann der Eingriff ambulant erfolgen. Die Fäden müssen nach der Operation nicht entfernt werden, sondern lösen sich nach einiger Zeit selbst auf. In der Zeit nach der Operation sollten ca. drei bis sieben Tage nur lockere Kleidung getragen werden, außerdem sollte sechs Wochen darauf verzichtet werden zu reiten oder Fahrrad zu fahren. Dies bedeutet Ruhe für den Intimbereich. Somit entsteht nicht noch zusätzlich Reibung an den empfindlichen Stellen. Durch die Operation können nämlich Schwellungen und Blutergüsse entstehen, die jedoch nach einiger Zeit wieder ganz verschwinden. Jedoch ist der Genesungsprozess von Frau zu Frau unterschiedlich. Außerdem sollte in den ersten vier Wochen nach dem Eingriff kein Geschlechtsverkehr vollzogen werden. Erfahrene Ärzte versuchen meist die Schnitte im Intimbereich so zu setzen, dass hinterher nur sehr feine Narben entstehen, die mit der Zeit komplett abklingen.

Meist gibt es durchweg nur geringe Komplikationen bei erfolgreichen ästhetischen Ergebnissen. Zudem ist die Zufriedenheit der Patientinnen nach den Eingriffen sehr hoch. Sie fühlen sich schöner und wohler in ihrem Körper und so steigt gleichzeitig auch das Selbstbewusstsein.

An wen können sich betroffene Frauen wenden?

Wie können Frauen nun vorgehen, wenn sie sich scheuen offen über ihre Wünsche und das Thema Intimchirurgie zu sprechen? In erster Linie können sich Interessierte natürlich anonym über das Internet informieren und so einen geeigneten Ästhetischen Chirurgen finden.

Eine erste Anlaufstelle hierfür könnte beispielsweise die Deutsche Gesellschaft für Intimchirurgie und Genitalästhetik (DGINTIM) sein. Diese hat die Absicht theoretische und praktische Informationen und Erfahrungen bezüglich der Intimchirurgie (z. B. spezielle Eingriffsmethoden, bestimmte Techniken, Senkung von Risiken, ect.) zu sammeln und Leitlinien zu entwickeln um einheitliche, bessere Behandlungen zu ermöglichen. Außerdem kann Frauen so die Suche nach einem Spezialisten der Intimchirurgie vereinfacht werden. Denn auf der Internetseite der DGINTIM können Frauen Listen von Intimchirurgen einsehen.

Eine sehr gute Anlaufstelle für Patientinnen ist zum Beispiel die Praxis Ästhetik in München, die von Dr. Dominik von Lukowicz und Kollegen betrieben wird. Die Ärzte und Ärztinnen dort haben sich seit vielen Jahren erfolgreich auf den Bereich der Intimchirurgie spezialisiert und können daher sehr individuell auf jedes Bedürfnis eingehen. „Unser Ziel ist es durch einen kleinen unkomplizierten Eingriff ein Intimästhetisches Wohlbefinden zu erreichen“, sagt Dr. Susanne Deichstetter, Fachärztin für Plastische und Ästhetische Chirurgie in der Praxis Ästhetik in München. Aufgrund von großem Fachwissen im Bereich der Intimchirurgie und langjähriger operativer Erfahrung im Genitalbereich, können die Eingriffe routiniert und ohne Risiko durchgeführt werden. In einem diskreten Beratungsgespräch kann die Ärztin vorher verständnisvoll auf die individuellen Wünsche der Patientin eingehen und so die Operation speziell anpassen.