Augen lasern – Brille weg um welchen Preis?

| Laserbehandlung
Augen lasern – Brille weg um welchen Preis?

Sich die Augen lasern zu lassen, ist ein Trend, der sich immer größerer Beliebtheit erfreut. Jährlich werden allein in Deutschland über 100.000 solcher Eingriffe durchgeführt. Ziel des Laserns ist, dass der Patient im Anschluss an die Operation ohne Brille oder Kontaktlinsen scharf sehen kann. Daher eignet sich die Behandlung nur für Menschen mit einer Sehschwäche. Grundsätzlich werden Sehschwächen in die vier Kategorien Kurzsichtigkeit (Myopie), Weitsichtigkeit (Hyperopie), Hornhautverkrümmung (Astigmatismus) und Altersweitsichtigkeit (Presbyopie) unterteilt.

Die Methoden des Augenlaserns

Es gibt verschiedene Methoden der Laser-Operation des Auges. Manche davon eignen sich nur zur Behandlung bestimmter Sehfehler. Eine der Methoden ist die Lasek. Lasek ist die Abkürzung für Laser Epitheliale Keratomileusis. Es handelt sich hierbei um die älteste Lasermethode, die bereits in den 80er Jahren zum Einsatz kam. Der behandelnde Arzt arbeitet mit einem Kaltlicht-Laser auf dem äußeren Bereich der Hornhaut, welcher überaus empfindlich ist. Bei dem Eingriff entsteht eine Wunde auf der Hornhaut, die in den ersten Tagen nach der Behandlung zu starken Schmerzen führen kann. Nur etwa zehn bis fünfzehn Prozent aller refraktiven (die Brechkraft des Auges verändernden) Eingriffe werden mit der Lasek-Methode durchgeführt.

Bei der Lasik-Methode wird mit dem Laser nicht direkt auf der obersten Hornhautschicht gearbeitet. Es wird zunächst mit einem Mikroskalpell ein sogenannter Flap geschnitten. Dabei handelt es sich um einen kleinen Lappen der Hornhaut, der aufgeklappt wird, um mit dem Laser direkt auf der zu korrigierenden Schicht der Hornhaut arbeiten zu können. Der Flap wird nach der Behandlung wieder zurückgeklappt und heilt nach einigen Tagen wieder an. Im Gegensatz zur Lasek gilt die Methode als schmerzfrei.

Neben der Lasik wird auch die Femto-Lasik zur Behandlung eingesetzt. Die Behandlung an sich unterscheidet sich nicht, das Mikroskalpell ist bei der Femto-Lasik jedoch noch genauer, so dass Schnittfehler nahezu ausgeschlossen werden können.

Die Photorefraktive Keratektomie, kurz PRK, eignet sich vor allen Dingen für Menschen mit besonders dünner Hornhaut, da hier ausschließlich mit einem Gaslaser gearbeitet wird. Aus dem Grund wird die PRK beziehungsweise Trans-PRK auch als „no-touch“-PRK bezeichnet.

Vor- und Nachteile einer Augenlaser-OP

Wie bei jedem operativen Eingriff sollten vorher die Vor- und Nachteile abgewogen werden. Die Lasik-Methode gilt beispielsweise als sicherste Variante und ist dennoch unter Ärzten und Experten umstritten. Der größte Vorteil einer Augenoperation mit dem Laser ist sicherlich, dass der Patient anschließend keine Sehhilfe mehr benötigt. Die Methoden der Behandlung sind sicher und werden seit Jahrzehnten verwendet und stetig weiterentwickelt.

Bei der Korrektur von Sehschwächen mittels Lasertechnik kann es jedoch, besonders bei Patienten mit hohen Dioptrie-Werten, nötig sein, mehrere Operationen durchzuführen, um die Sehschwäche komplett zu korrigieren. Das ist natürlich mit einem erheblichen finanziellen Mehraufwand verbunden, da die Krankenkasse eine solche Operation weder ganz noch teilweise übernimmt und der Patient die Kosten komplett alleine tragen muss. Außerdem gibt es keine hundertprozentige Garantie, dass die Korrektur ein Leben lang hält. Viele Patienten benötigen Jahre nach dem Eingriff eine Nahsichtbrille.

Welche Risiken birgt die Augenlaser-Behandlung?

Bei jeder Operation bleiben Restrisiken. Insbesondere an einer derart empfindlichen Stelle des Körpers wie dem Auge sollten die Risiken der Operation ernst genommen werden und in die Entscheidungsfindung einfließen. Da bei der gängigsten Operationsmethode der Flap in die Hornhaut geschnitten wird, kann es passieren, dass diese ihre natürliche Spannkraft über die Jahre verliert und eine irreparable Schädigung der Hornhaut eintritt, die nur durch eine Transplantation behandelt werden kann. Das passiert glücklicherweise sehr selten, Blenderscheinungen und Schmerzen im Auge sowie Fremdkörpergefühle treten nach solchen Eingriffen jedoch häufig auf. Außerdem kann es, hauptsächlich durch unreines Werkzeug, zu Entzündungen des Auges kommen, was eine deutlich längere Genesungszeit als gewöhnlich mit sich zieht.